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Neue Rettungswache ist bezogen

Bernd Gerberding (li.) und Hans-Joachim Werhahn (re.) mit Wachleiter Stefan Jakob in dem neuen Einsatzbüro

Die neue DRK-Rettungswache in Rehren ist fertig – fast jedenfalls. Am Montag hat der Umzug aus der Alten Molkerei in den nahe gelegenen Neubau stattgefunden. Die Mitarbeiter hatten bereits in den vergangenen Wochen gepackt und sind nun damit beschäftigt, die Schränke und Regale in der neuen Wache wieder zu bestücken. „Noch ist hier nicht alles an seinem Platz, aber wir sind selbstverständlich einsatzbereit“, stellte Wachleiter Stefan Jakob fest.

Gestern ist noch eine Putzfirma im Großeinsatz in dem 350 Quadratmeter großen Gebäude gewesen und davor rollte ein Bagger durch den Vorgarten. „Das ist aber in den nächsten zwei Wochen fertig“, sagte Bernd Gerberding, Geschäftsführer des DRK-Rettungsdienstes im Landkreis Schaumburg. In ein paar Monaten würde über den Rasen vor dem Gebäude ein Mähroboter seine Arbeit erledigen.

„Wir haben die neue Wache so konstruiert, dass in den nächsten 20 Jahren keine Folge- oder Verbrauchskosten anfallen und wenig Pflege notwendig ist“, erklärte Hans-Joachim Werhahn, ebenfalls Geschäftsführer des Rettungsdienstes.

„Es wurde lange geplant, endlich umgesetzt und ist gut so“, brachte es Gerberding auf den Punkt. Es sei noch nicht alles ganz fertig, aber da die alten Räume schnell weitervermietet werden konnten und der Nachmieter, ein Rehrener Physiotherapeut, noch umbauen und renovieren möchte, habe man den Umzug schon frühzeitig durchgeführt. „Wichtig ist, dass wir einsatzbereit sind und das ist gegeben“, so Jakob.

700 000 Euro hat das DRK in die neue Rettungswache investiert. 600 000 Euro seien die Baukosten; und rund 100 000 Euro seien für die Einrichtung ausgegeben worden. Auf 350 Quadratmetern stehen den sieben Notfall- und Rettungssanitätern jetzt ein den neuen Richtlinien entsprechender Hygieneraum, ein Sozialtrakt mit Küche, Wohn- und Ruheräumen, Büro und einer Fahrzeughalle für zwei Rettungswagen zur Verfügung.

Bislang gibt es im Auetal zwar nur einen Rettungswagen, aber ein Reservefahrzeug steht bereit. Energetisch ist das Gebäude für die nächsten 20 Jahre fit. Die Fotovoltaikanlage auf dem Dach sorgt für Strom, zusätzlich kann sogar etwas ins Netz eingespeist werden und die Heizung wird mit Erdwärme betrieben. „Dafür haben wir zwei 70 Meter tiefe und eine 100-Meter-Bohrung vorgenommen“, erzählt Werhahn.

Die Auetaler Rettungswache ist jetzt zeitgemäß. Die Arbeitsstättenrichtlinien der Gesetzgeber werden ebenso eingehalten wie die Hygienerichtlinien und, ganz wichtig, die Eintreffzeiten werden nicht nur eingehalten, die Notfallsanitäter sind noch etwas schneller am Einsatzort. Ihnen bleibt nämlich der Weg aus der ersten Etage der Alten Molkerei erspart. Sie können in der neuen Wache ebenerdig durch den Flur die Schleuse mit ihrer Einsatzkleidung und dann die Fahrzeughalle mit dem Rettungswagen erreichen. „90 Sekunden nach dem Alarm sind wir hier weg“, verspricht Jakob und in höchstens acht Minuten werde das Team am Einsatzort eintreffen. „Die gesetzliche Eintreffzeit sind 15 Minuten. Das unterbieten wir immer“, sagte Gerberding zufrieden.

24 Stunden und 365 Tage im Jahr sind die Notfallsanitäter der Rehrener Wache einsatzbereit. Unterstützt werden die sieben „Auetaler“ durch Kräfte aus Rinteln, die im Krankheitsfall oder während der Urlaubszeit die Vertretung in Rehren übernehmen. Der Notarzt wird bei Bedarf aus Rinteln, Stadthagen und manchmal auch aus Bad Münder oder Hameln geordert.

„Das klappt immer sehr gut“, sagte Jakob. Der Wachleiter und sein Team freuen sich über die neuen Räume. „Da wird jetzt doch vieles leichter.“

Die offizielle Einweihung der neuen Rettungswache des DRK soll übrigens voraussichtlich im Juli stattfinden, wenn denn wirklich alles fertig sein wird.

Text und Bilder: Kerstin Lange, Schaumburg-Lippische Landeszeitung/ Schaumburger Zeitung

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19. April 2016 13:06 Uhr. Alter: 2 Jahre