Kontakt
DRK Rettungsdienst und Krankentransport im Landkreis Schaumburg e.V.
Thomas Beckmann
Kreuzbreite 31
31675 Bückeburg
Telefon 05722 890221
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Qualitätsmanagement
Nach der Zertifizierung ist vor der Zertifizierung: Jetzt gilt es, die Qualitätsmanagement-Norm weiterhin praktisch im Alltag umzusetzen. „Nicht alles, was normgetreu entworfen wurde, erweist sich umgehend als praxistauglich“, erklärt der QM-Beauftragte Thomas Beckmann den ständigen Verbesserungsprozess. Im Kern geht es darum, die ständige Reflektion der eigenen Arbeit und die QM-Instrumente so zu gestalten, dass sie sich reibungslos integrieren. Im Mittelpunkt steht dabei ein optimaler Informationsfluss, um zum Beispiel Verbesserungsvorschläge seitens der Mitarbeiter zu prüfen und umzusetzen.
Das System hat sich bereits bewährt: Auf Anregung der Mitarbeiter wurde die Lagerhaltung der Medikamente auf Basis des jeweiligen Verfallsdatums optimiert. Die Beschaffung orientiert sich jetzt deutlicher an der Frage, welche Menge an Wirkstoffen bis zu deren Verfall benötigt wird. Das führt zu einer realistischeren Menge in der Bevorratung.
Ein weiteres Beispiel: Das in den Rettungswagen mitgeführte Medikamenten-Sortiment wurde optimiert. Selten oder bislang gar nicht benötigte Spezialmittel, die meist auch im Einkauf teuer sind, wurden vom Wagen genommen. Die Optimierung hat der DRK Rettungsdienst mit den Chefärzten der Krankenhäuser koordiniert. „Es ist teuer und nicht praktikabel, eine ganze Apotheke auf jedem Wagen mitzuführen“, erklärt Beckmann. „Die Versorgungsqualität bleibt dabei dennoch gesichert, denn solche Mittel für akute Notfälle bringt der Notarzt mit.“ Die optimierte Medikamentenausstattung sei ein nicht unerheblicher Weg zur Reduzierung der laufenden Kosten.
Nächstes Ziel ist die vollständige Vernetzung aller Rettungswachen per Intranet. Dort wird es unter anderem eine zentrale Dokumentenverwaltung geben, damit alle Mitarbeiter mit den jeweils aktuellsten Formularen arbeiten können. Außerdem soll ein Mitarbeiter-Forum die interne Kommunikation weiter verbessern.
Vom Qualitätsmanagement profitiert nicht nur der DRK Rettungsdienst, sondern auch Zulieferer. So geben die Mitarbeiter ihre Praxiserfahrung zum Beispiel die Hersteller von Einsatzfahrzeugen weiter. Wie muss das Bremssystem ausgelegt sein, um im alltäglichen Einsatz zu genügen? Welche Schalter sollten im Führerhaus wo angebracht sein, um eine fließende Handhabe sicherzustellen? Mit ihrer Praxiserfahrung unterstützten die Mitarbeiter die Theoretiker schon bei der Konstruktion - und profitieren letztlich wieder selbst.
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